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Klaus Brinkmann - Einblicke und Ansichten

Kanal 23

Jene von uns, die wir 1980 um die zwanzig Jahre alt waren, gehen nun auf die Sechzig zu. Da sind Altersteilzeit oder Vorruhestand, vielleicht auch die Rente schon Thema. Eine ganz eigene Zeit. Vielleicht auch eine Zeit, um sich mit unserem Hobby wieder etwas intensiver zu beschäftigen.

Das Nachschauen auf dem Dachboden oder im Keller nach der Funke von damals gestaltet sich sehr spannend. Sind Antenne, Kabel und Stehwellenmessgerät noch vorhanden?! Waren die Mäuse am Kabel?! Sandpapier und Kontaktspray zum Entrosten und dem Herstellen einer Leitfähigkeit an den Antennensteckern gehören da mit zur Ausstattung älterer Herren. ;)

Und da ist sie dann, die Funke von 1978. 12 Kanäle. Von Kanal 4 bis Kanal 15. AM-Modulation. Kein Umschalter für FM zu finden. Hmm, ob das heute noch ausreicht?! Einigen von uns wird das genügen. Wenn da noch ein zweiter Funker ist im Dorf, mit dem man sich dann abstimmen kann... ;)

Angesagt sind inzwischen wohl mindestens 40 Kanäle in FM-Modulation. Erlaubt sind inzwischen auch stolze 4 Watt in Deutschland. Damals wäre der Gilb uns ans Auto oder in die Bude gekommen, wenn wir diese Menge an Sendeenergie in Amplitudenmodulation zur Antenne hinausgejagt hätten.

Wenn uns 15 Kanäle mit einer Sendeleistung von einem halben Watt nicht reichen, dann schauen wir nun ins Internet nach aktuellen Funkgeräten. In unserer Stadt gibt es keinen Funkladen mehr, in dem wir stundenlang klönen können, ob wir nun was kaufen oder nicht (in Gifhorn gab es mal "Jasper & Tiemer).

Die ganz aktuellen Mobilfunken sind mal gerade etwas größer als eine Zigarettenschachtel. Sicherlich geht es auch noch kleiner, aber irgendwo muss ja noch Platz sein für die Schalter und für die Antennenbuchse. Da schauen wir doch vielleicht erst einmal nach was Gebrauchtem. Das Stöbern in den ebay-Kleinanzeigen lässt uns rasch fündig werden. Oftmals werden wohl die Erben unserer Altersgenossen den Nachlass unserer inzwischen verstorbenen Funkerfreunde darin verhökern..

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Harald, Karsten und Klaus

Dieses Foto entstand 2019 im Zuge einer kleinen Reportage des Gifhorner Statdmagazins KURT. Du kannst dir den nett geschriebenen Artikel unter folgendem LINK ansehen.